Funkrufname: Florian Stuttgart: 5 / 69 – 01

Der 13 Tonnen schwere Abrollbehälter wird auf den Wechselladerfahrzeugen der Berufsfeuerwehr transportiert. Er dient zur Löschwasserförderung oder zum Lenzen bei Hochwasser. Die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Birkach baut dieses Wasserförderystem auf betreibt dieses im Einsatzfall.

Das Wechselladerfahrzeug fährt zur Wasserentnahmestelle. Innerhalb des Abrollbehälters ist in einem separat absetzbaren Modul die Pumpeneinheit Hydrosub 150 untergebracht. In einem Absattelvorgang rutscht die Pumpeneinheit aus dem Abrollbehälter. Ein Sechszylinder-Dieselmotor (147 kW / 200 PS) treibt hydraulisch eine schwimmfähige Kreiselpumpe (FPN-F 10-3000) an. Die Pumpe wird über 60-m lange Hydraulikleitungen auf Haspeln mit ca. 340 bar angetrieben. Mit angekuppeltem F-Druckschlauch (150 mm / 6”) wird die Pumpe schwimmend eingesetzt. Eine hydraulisch angetriebene Seilwinde (4 kN / 400 kg, 60 m Stahlseil) unterstützt beim Wassern bzw. bei Rücknahme der Pumpe. Die Förderleistung beträgt 3500 l/min bei 11 bar (Laufradsatz Druck) oder 8000 l/min bei 2,1 bar (Laufradsatz Lenz / Hi-Flow). Drücke bis 16 bar sind möglich. Dies ermöglicht den Einsatz als Brandstellenpumpe insbesondere zum Betrieb von Wasserwerfern. Ein Rechenprogramm im Pumpenbedienfeld ermöglicht eine einfache Berechnung der Förderstrecke.

Das Wechselladerfahrzeug kann unmittelbar nach Absetzen der Pumpeneinheit zur Brandstelle weiterfahren und wie ein Schlauchwagen eine Leitung aus Druckschläuchen verlegen. 1800 m F-Schläuche (36 Stück à 50 m) liegen in Längsbuchten im Abrollbehälter. Die Verlegegeschwindigkeit beträgt bis zu 40 km/h. Schlauchbrücken für Pkw-Lkw-Spurbreite werden mitgeführt (Squeeze-Ramps für alle Fahrzeuge mit Bodenfreiheit > 100 mm).

Eine Vielzahl von Armaturen der Größe F (Storzkupplung mit drei Knaggen), Übergänge zu den üblichen A- und B-Storz-Kupplungen, Handstücke, Schwimmwesten, Wathosen etc. werden mitgeführt.

Nach Einsatzende fährt das Wechselladerfahrzeug von der Wasserentnahmestelle zur Brandstelle und kann im Fahrbetrieb mit der hydraulisch angetriebenen Schlauchaufnahmevorrichtung (Hose-Recovery-Unit HRU) die entleerten F-Schläuche in kürzester Zeit aufnehmen. Hierzu sind nur vier Feuerwehrangehörige (FA) erforderlich.

Besondere Einsätze:

  • Hochwasser in Backnang
  • Großband in Böblingen
  • 1 Woche Dauereinsatz an der Jagst
  • Hochwasser in Schwäbisch Gmünd

Letzte Einsätze