Chronik 1801 – 1929

    1801 – 1929  

Nach der Feuerlöschordnung für das Königreich Württemberg, erlassen von König Karl am 7. Juni 1885, wird in Birkach am 6. Januar 1886 durch Schultheiß Christian Bientzle eine Pflichtfeuerwehr gegründet. Bei Glockengießer und Feuerspritzenhersteller Heinrich Kurtz war eine Handdruckspritze für Pferdebespannung geeignet, um 1.000 Goldmark gekauft worden. Schultheiß Bientzle war gleichzeitig Feuerwehrkommandant. Am 3. und 5. April 1886 leistet diese noch ganz neue Birkacher Feuerwehr gleich sehr erfolgreich Nachbarschaftshilfe bei Schadensfeuern, die durch Brandstiftung im Nachbarort Plieningen gelegt worden waren.

Im Jahr 1902 wird eine Ortswasserleitung gebaut, die die Wasserentnahme an 14 Hydranten im Dorf ermöglicht. Die bisherige Wasserförderung durch Eimerketten (auch Kübeleszug genannt) aus der Wette beim Rathaus und aus Ortsbrunnen erübrigt sich dadurch. Bei Bränden im Gasthaus Krone und im Gasthaus Lamm im Jahr 1912 gelingt es der Feuerwehr durch diese neue Wasserentnahme aus dem Rohrnetz ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude jeweils zu verhindern und der Brandschaden kann begrenzt werden.
Als Nachfolger von Kommandant Christian Bientzle übernahmen die Kommandantschaft

und im Jahr 1922 Karl Jäger, Schreiner und Gastwirt. Er überführte die sehr bescheiden ausgestattete Pflichtfeuerwehr (ohne Uniformen und Stiefel nur mit Helmen) in eine Freiwillige Feuerwehr mit entsprechender Satzung. Die Mannschaftsstärke der Wehr wird 1914 mit 120 Mann angegeben.

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